titelbild rauwolf

Rauwolf in Liesing: Edler Kaffee und feines Frühstück im Riverside

Bei Rauwolf gibt’s nicht nur feinsten Kaffee, sondern auch gutes Frühstück. Inspiriert wurde das alles von einem Botaniker aus dem 16. Jahrhundert.

WIEN/LIESING/VÖSENDORF. Leonard Rauwolf war so ein Mensch, der gerne reiste. Er war ein Arzt und Botaniker im 16. Jahrhundert und eine Art Rucksacktourist in dieser Epoche, vor allem der Orient hatte es ihm angetan. Dabei schrieb er Berichte über Pflanzen und ihre Verwendungszwecke, wie etwa „Chaube“. Das sei ein heißes Getränk, so schwarz wie Tinte, dass man gerne in Gesellschaft trinke. Auch gegen Magenbeschwerden half es angeblich.

„Chaube“ – das war der Kaffee. Und bei Rauwolfs Bericht handelte es sich um die erste Beschreibung eines Europäers von dieser Pflanze und ihrem Getränk.

Ein Preis-gekröntes Lokal

Auch heute gibt’s in Liesing und Umgebung einen Rauwolf, genau genommen im Riverside und in der Shopping City Süd.

„Ich finde die Person des Rauwolf, diesen Apotheker und Entdecker, inspirierend“, sagt Michael Parzefall. Er ist der Geschäftsführer des Rauwolf Rösthaus + Brewbar, das ist nun ein angesagtes Kaffee- und Frühstückslokal. Im Jahr 2017 wurde es vom renommierten Gastro-Magazin Falstaff sogar zu einem der Top 10 Lokale österreichweit gewählt.

Michael Parzefall röstet den Rauwolf-Kaffee selbst. Foto: Rauwolf

Selbst gerösteter Kaffee, regionales Frühstück

Hier gibt es nicht nur Kaffee, den Parzefall vor Ort selbst röstet, sondern auch feine Frühstücke. Reichhaltige Angebote wie das Vital Frühstück inklusive Beinschinken, Crunchy Müsli und Beerenragout stehen ebenso auf der Karte wie kleinere Frühstücke. Hier ist etwa das Smalaks zu nennen, das aus zwei Gebäck-Stücken, schmackhaften Räucherlachs aus der Haslau und einer hausgemachten Avocadocreme besteht.

So schaut ein Frühstück bei Rauwolf aus.  Foto: Rauwolf

Klein ist fein, was die Erzeugung angeht

„Ich schaue dabei, dass ich meine Produkte von kleinen Erzeugerinnen und Erzeugern beziehe“, so Parzefall. Das gilt für Produkte aus Österreich, wo er etwa Innviertler Prosciutto vom „Michlbauern“ bezieht, aber auch für seinen Kaffee. Diesen importiert er aus Brasilien, Indien, Guatemala, Kolumbien und Äthiopien. „Ich zahle da das vier- bis fünffache vom Weltmarktpreis. Wenn ich nämlich fair bezahle, bekomme ich auch ein gutes Produkt dafür“, erklärt Parzefall seine Philosophie.

Kunst wie aus dem mittelalterlichen Pflanzenbuch

Auf den Kaffeepackungen, die man übrigens auch online auf der Website www.rauwolf-coffee.at kaufen kann, sind Kunstwerke abgebildet. Sie sehen aus wie mit Bleistift gezeichnet.

Auf der Papierpackung der Sorte „Theobroma Amygdalum“ ist zum Beispiel eine feine Kakaopflanze abgebildet, die aus einer Bergamotte und einer Mandel wächst.

Die Kaffeepackungen des Rauwolf-Kaffees sind kunstvoll gestaltet.  Foto: Rauwolf

„Diese Abbildungen gehen auf Leonard Rauwolf und das 16. Jahrhundert zurück“, erklärt Parzefall: „Der hatte nämlich auch eine umfangreiche Pflanzensammlung.“ Die Zeichnungen sollen eine Idee davon geben, wie der Kaffee in der Packung schmeckt.

Im Fall von „Theobroma Amygdalum“ hört sich der Beitext etwa so an: „Ein voller und schokoladiger Körper, Mandel am Gaumen und ein Hauch von Bergamot in der Nase.“

Wer da nicht zumindest etwas neugierig wird und in Entdeckerstimmung kommt – der wird wohl auch nicht mehr zum Rauwolf-Liebhaber.

Michael Parzefall in seinem Lokal Rauwolf, dass sowohl Kaffeerösterei als auch Frühstückslokal ist. Foto: Tobias Schmitzberger

Das aktuelle Wetter in Liesing

Ihnen gefällt dieser Artikel

Share on facebook
Share on Facebook
Share on twitter
Share on Twitter
Share on linkedin
Share on Linkdin
Share on pinterest
Share on Pinterest
Share on skype
Skype
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on pocket
Pocket
Share on telegram
Telegram

Hinterlasse einen Kommentar

Bezirk Liesing - der Bezirk im Süden von Wien

Liesing ist der 23. Wiener Gemeindebezirk. Er entstand 1938 als 25. Wiener Gemeindebezirk durch den Zusammenschluss mehrerer zuvor selbständiger Gemeinden und besteht in seiner jetzigen, verkleinerten Form seit 1954/56