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Wiener Tafel zieht Bilanz 2020

Die Wiener Tafel zieht Bilanz über das coronagebeutelte Jahr 2020 und ist stolz wie gut bedürftige Menschen dennoch versorgt werden konnten.

WIEN/LIESING. Ein in vielfacher Hinsicht besonderes Jahr wurde auch bei der Wiener Tafel gemeistert. Denn besonders stolz sind die Organisatoren auf ihre rasche Reaktion auf die Covid-19 Pandemie. Neue Sicherheits- und Hygienekonzepte, permanente Aufrechterhaltung von Lebensmittelspenden für armutsbetroffene Menschen sowie Übersiedlung und Eröffnung des Großen TafelHauses am Großmarkt Wien wurden 2020 über die Bühne gebracht.

In der Bilanz 2020 kam auch zum Vorschein, dass sie trotz Pandemie 566.685 Kilogramm Lebensmittel gerettet haben. Bedeutet auch: Sie konnten etwa 16.000 armutsbetroffene Personen in rund 90 Sozialeinrichtungen versorgen. Einen großen Dank richten die Initiatoren daher an die 285 ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen, ohne die das Jahr 2020 nicht gemeistert hätte werden können.

Wiener Tafel erhält gutes Zeugnis

Eine Umfrage der Wiener Tafel zeigte, dass die allgemeine Zufriedenheit der Zusammenarbeit seitens der Sozialeinrichtungen sogar noch weiter gesteigert werden konnte. 97 Prozent benoteten die Leistungen der Wiener Tafel mit „sehr zufrieden“ oder „zufrieden“. Auch in Hinblick auf Zufriedenheit mit Qualität, Quantität und Vielfalt der Waren konnte die Wiener Tafel ebenfalls um weitere zehn Prozent auf durchschnittlich ungefähr 90 Prozent zulegen.

Über diesen Anstieg ist man besonders froh, da durch den Anstieg an bedürftigen Personen – im September 2020 konnten die europäischen Tafeln einen Anstieg des Bedarfs von bis zu 30 Prozent erkennen – auch mehr Organisation gefordert war.

Projekte auch 2020 umgesetzt

Auch bewusstseinsbildende Projekte konnten trotz aller Coronaeinschränkungen im Jahr 2020 realisiert werden, wie etwa die in Zusammenarbeit mit der MA22-Umweltschutzabteilung entstandene Broschüre „Altes Brot mit neuem Sinn“, die gute Tipps und schmackhafte Rezepte zur Verwertung von Altbrot und -gebäck vorstellt. Durch eine Kooperation mit dem Naturhistorischen Museum ist die Wiener Tafel auch Teil der Ausstellung „Ablaufdatum. Wenn aus Lebensmitteln Müll wird“. Diese läuft noch bis 5. September 2021 im NHM.

Ein weiteres Ereignis war die Eröffnung des ‚Großen TafelHauses‘ am Großmarkt Wien am 17. August 2020 (die bz berichtete). Die Kühl- und Trockenlagerflächen am neuen Standort der Wiener Tafel werden im 2021 ausgebaut, um noch mehr Lebensmittel vor dem Müll retten zu können. Die Eröffnung des neuen Lagers ist im Juni 2021 geplant. Spenden zum Lagerausbau werden dankend entgegengenommen: https://www.wienertafel.at/spende/

Wiener Tafel 2020 in Zahlen

  • 566.685 Kilogramm gerettete Lebensmittel
  • 16.000 armutsbetroffene Menschen in rund 90 Sozialeinrichtungen wurden versorgt
  • 285 ehrenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen
  • 18 hauptamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen
  • 14.477 geleistete Ehrenamtsstunden (davon 75 Prozent im Lieferwesen)
  • 770 gefahrene Liefertouren

Wichtig: Mit nur einem Euro versorgt die Wiener Tafel zehn armutsbetroffene Menschen mit einer Mahlzeit.

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Bezirk Liesing - der Bezirk im Süden von Wien

Liesing ist der 23. Wiener Gemeindebezirk. Er entstand 1938 als 25. Wiener Gemeindebezirk durch den Zusammenschluss mehrerer zuvor selbständiger Gemeinden und besteht in seiner jetzigen, verkleinerten Form seit 1954/56