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Literatur aus Liesing! Der Liebesroman aus Rodaun

Neben Homeschooling und Homeoffice fand die dreifache Mutter Janine Hatschka Zeit für ihr literarisches Debüt.

WIEN/LIESING. Es ist meist das Leben, das die schönsten Geschichten schreibt. Aber nicht immer sind das auch jene, die man eigentlich erzählen will. Diese Erfahrung machte die Rodaunerin – „ich liebe dieses Fleckchen“ – Janine Hatschka.

Abend für Abend brachte die 32-jährige Bürokauffrau ihre drei Kinder, „ein Mädchen und zwei Buben“, mit selbsterfundenen Geschichten zu Bett. Diese weckten so viel Begeisterung, dass die Kleinen „darauf bestanden, dass ich sie niederschreibe.“ Während des ersten Lockdowns fand Janine Hatschka zwar die Zeit dafür, aber nicht die richtigen Worte. „Ich wollte eine Geschichte für meine Kinder schreiben, aber ich habe gemerkt, das geht ganz gut, wenn sie im Bett liegen. Weniger gut ging es allerdings, als ich dann am Schreibtisch saß.“

Doch die Idee, den ersten Schritt in die Welt der selbstverfaßten Literatur zu wagen, war geboren. „Ich liebe Liebesromane. Aber ohne Schmetterlinge und Kitsch.“ Und so schrieb Janine Hatschka einen, den sie auch selbst gerne lesen würde.

Pandemie als Inspiration

Mitten in der ersten Coronawelle machte sie sich ans Werk. „Ich habe mich dann schnell mit dem Thema Überforderung der Mütter in dieser schwierigen Zeit mit Distance-Learning und Homeoffice auseinandergesetzt.“ Teilweise mit eigenen Erfahrungen, aber „ich hatte das Glück, dass ich einen netten Mann an meiner Seite habe, mit dem ich gemeinsam alles meistern konnte.“

Der etwas kryptische Titel wird im Buch aufgelöst. Foto: Berger

Weniger Glück hat da Johanna Pessenlehner, die Protagonistin ihres Buches, das den etwas kryptischen Titel „Krapfen schmecken nachts besser“ trägt. Sie ist alleinerziehende Mutter. „Sie stellt an sich sehr hohe Ansprüche, aber ich glaube, das machen viele Mamas. Das Ergebnis: Sie ist gestresst und mit der Situation überfordert.“ Doch da gibt es noch den alleinerziehenden Vater David, der mit seinen Kindern nebenan einzieht und das Leben um einiges lockerer sieht.

Soviel sei schon jetzt verraten: Seine Einstellung hat einen durchaus positiven Einfluss auf seine Nachbarin und als Synonym dafür dürfen die titelgebenden Krapfen gelten. Doch das liest man am besten selbst. Ein Jahr lang hat Janine Hatschka an ihrem Buch gearbeitet. „Es war eine Zeit der Ups and Downs. Aber glücklicherweise hat mich mein Mann Alexander dabei ebenfalls sehr unterstützt.“ Jetzt ist „Krapfen schmecken nachts besser“ im Eigenverlag erschienen. „Ich habe mich bewusst dafür entschieden, denn ich wollte mich nicht fest an einen Verleger binden. Das Schreiben soll für mich Berufung bleiben und nicht Beruf werden.“ Jetzt gibt es das Buch um 15 Euro im Buchhandel oder unter buchbestellung.janinehatschka@gmail.com

Das erste Buch… aber nicht das letzte. Foto: Berger

Die Idee des Kinderbuches ist nur aufgeschoben. „Ich schreibe es, wenn meine Kinder größer sind, damit sie unsere gemeinsamen Geschichten irgendwann auch ihren Kindern vorlesen können.“

Janine Hatschka präsentiert stolz ihren Debütroman. Foto: Berger

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Bezirk Liesing - der Bezirk im Süden von Wien

Liesing ist der 23. Wiener Gemeindebezirk. Er entstand 1938 als 25. Wiener Gemeindebezirk durch den Zusammenschluss mehrerer zuvor selbständiger Gemeinden und besteht in seiner jetzigen, verkleinerten Form seit 1954/56