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Gesungen wird am liebsten im Chörchen

Chöre gibt es viele, ein Chörchen aber nur einmal. Warum es so heißt, erklärt Gründerin Gerhild Mückstein.

WIEN/LIESING. Alpenländische Jodler, afrikanische Songs, Renaissance-Madrigale oder barocke Choräle: Die musikalische Bandbreite, die im Chörchen gemeinsam gesungen wird, ist ziemlich groß. „Das ist aber noch lange nicht alles“, sagt Chörchen-Gründerin Gerhild Mückstein, „denn wir singen auch Kanons, Swing und Pop, Volkslieder und natürlich auch klassische Lieder.“

Begonnen hat alles 2014, als sich die Liesingerin Mückstein ein zweites berufliches Standbein suchte. Die studierte Musikpädagogin unterrichtet seit damals in der Montessori-Erlebnisschule in St. Gabriel. „Die Direktion wünschte sich einen gemeinsamen Chor von Schülern, Eltern und Lehrern, den wir dann auch gegründet haben“, erinnert sich Mückstein. „Der war aber schnell so beliebt, dass immer mehr externe Mitsänger dazugekommen sind – irgendwann konnten wir nicht mehr in der Schule üben. „Die regelmäßigen Treffen verlagerten sich zuerst in die Südstadt und später in Mücksteins Wohnung in der Ketzergasse.

Auch während der Lockdowns wurde geprobt. Foto: Mückstein

Singen auch vor Publikum

Im Laufe der Zeit hatte man einige öffentliche Auftritte: „Etwa mit der Pop-Messe, die Kurt Bauer und ich komponiert haben. Die haben wir zuerst einstudiert und dann im Café Ephata in Wien und in der Kirchenkrypta von St. Gabriel aufgeführt“, erinnert sich die Chorleiterin. „Unser Chörchen ist ein wunderbarer Ausgleich zum Alltag – wir singen, lachen und haben immer viel Spaß miteinander. Oft sind die Leute überrascht, wie entspannt sie nach einer Chörchen-Session sind.“

Töne zu treffen ist wichtig

Was muss man gesanglich können, um im Chörchen mitsingen zu dürfen? „Gar nicht so viel. Wenn man die Töne halbwegs trifft und halten kann, ist das schon ganz gut.“ Die Mitglieder des Chörchens sind von Mitte 30 bis über 60 Jahre alt, „in unserer Gründungszeit haben aber auch viele Teenager mitgesungen.“

Geprobt wird an jedem Montag von 17.50 bis 19.30 Uhr im Perchtoldsdorfer Marienhof am Marienplatz 1 oder in Mücksteins Wohnung in der Ketzergasse. Wie läuft eine Probe ab? „Zuerst lassen wir unseren Körper und Geist durch Übungen und Spielereien mit der Stimme ‚ankommen‘, dann bereiten wir gezielt die Stimme und das Gehör auf das Singen vor, betreiben also Stimmbildung“, erklärt die Musiklehrerin. „Dann begeben wir uns mitten in die Fülle und Geheimnisse der Lieder und Musikwerke.“

Wieso heißt Mücksteins Chor eigentlich Chörchen? „Weil wir so wenige sind – und gern mehr werden wollen!“ Wer mitsingen möchte, kann sich bei Gerhild Mückstein unter g.mueckstein@gmail.com melden. Einsteigen ist jederzeit möglich, der Aufwandsersatz beträgt 140 Euro pro Semester. Die erste Schnupperstunde ist kostenlos. Infos: www.gerhildmueckstein.wordpress.com

Das Chörchen besteht aus sangesfreudigen Mitgliedern. Foto: Mückstein

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Bezirk Liesing - der Bezirk im Süden von Wien

Liesing ist der 23. Wiener Gemeindebezirk. Er entstand 1938 als 25. Wiener Gemeindebezirk durch den Zusammenschluss mehrerer zuvor selbständiger Gemeinden und besteht in seiner jetzigen, verkleinerten Form seit 1954/56